Jahresrück- und ausblick

Begrüße das neue Jahr vertrauensvoll und ohne Vorurteile, dann hast du es schon halb zum Freunde gewonnen.“

Novalis

 

Liebe Mitglieder, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Freundinnen und Freunde des Regenbogen.

Am Ende eines Jahres stehen traditionell zwei Dinge an: Der Rückblick auf das Gewesene und der Ausblick auf das Kommende. Wir freuen uns auf 2012, ein Jahr, das sicherlich so spannend wird, wie das scheidende.

Eine kleine Randbemerkung vorab: Eines wird anders sein. Erstmals seit elf Jahren wird es keinen Neujahrsempfang geben. Wir verzichten darauf, weil wir stattdessen ein Frühlingsfest in unseren neuen Räumen an der Erlenstraße in Wanheimerort feiern möchten. Zum Jahresbeginn werden hier unsere neuen Angebote starten.

Mit der Sozialpädagogischen Familienhilfe, die vor allem Kinder psychisch kranker Eltern unterstützt, haben wir in diesem Jahr ein weiteres wichtiges Angebot geschaffen. Gleich in mehreren bestehenden oder neuen Inklusionsprojekten kamen Menschen mit und ohne Handicap auf Initiative des Regenbogen zusammen. Sie arbeiten im CAP-Markt, treiben gemeinsam Sport, beschäftigen sich mit Kunst oder diskutieren über psychische Gesundheit. Die gemeinsam mit der Volkshochschule erstmalig durchgeführte kostenlose Informationsreihe war ein voller Erfolg. Rund 450 Menschen kamen zu den vier Veranstaltungen. Eine Fortsetzung im kommenden Jahr mit der VHS Duisburg ist in Planung. Die Zusammenarbeit war hervorragend.

Leider mussten wir uns im April vom Integrationsfachdienst trennen, unsere früheren Mitarbeiter wurden bei einem anderen Träger mit gleichem

 

Aufgabengebiet und gleicher Entlohnung weiterbeschäftigt.

Auch der Standort Krummenhakstraße wurde wegen der erneuten Reduzierung der GWA-Stellen weitgehend aufgegeben. Diese Einschränkungen sind eine Entwicklung, die nicht nur uns, sondern die Betroffenen besonders negativ trifft und die für uns der falsche Weg sind. Die derzeitige Politik investiert leider nur in kurzfristige Effizienz. Der Hauptanteil der Kürzungen des Bundeshaushaltes betraf  die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Die noch vorhandenen Mittel kommen überwiegend den sog. arbeitsmarktnahen Arbeitsuchenden zugute. Wer längere Fördermaßnahmen benötigt, um in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen und gering qualifiziert ist, hat schlechte Karten und wird wohl weiter von staatlichen Subventionen leben müssen. Auch der neue Gesetzentwurf der Bundesregierung beinhaltet für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf meist nur Nachteile.

Enttäuschend war 2011 auch, dass die Stadt erneut den Rotstift aus der Schublade holte. Wieder waren und sind beide psychiatrischen Hilfsvereine in Duisburg von Kürzungen bedroht. Die Entscheidung verschob der Stadtrat auf das Frühjahr, sodass wir mit großer Sorge abwarten müssen, ob wir die erfolgreiche Arbeit der Kontakt- und Beratungsstellen in gewohnter Form aufrechterhalten können. Insgesamt wurden 2011 rund 2400 Menschen über Regenbogen betreut.

Erfolgreich waren wir auch an anderer Stelle. Das Fachwissen von Regenbogen war gefragt, als im Landtag über die Frage diskutiert wurde, ob Menschen, die in psychiatrischen Krankenhäusern ans Bett fixiert sind, durch eine Videokamera ausreichend beaufsichtigt werden. Wir meinten Nein und diese Ansicht vertrat Michael Bormke, Leiter des Wohnheims Heiligenbaumstraße, als einer der eingeladenen Experten in Düsseldorf. Nun wurde das Gesetz in unserem Sinne geändert.

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2012 und vor allem, dass Sie gesund bleiben.

Herzlichst Ihre

Jörg Bickenbach, Manfred Hagemeister, Vorstand

Elisabeth Hofmann, Geschäftsführerin

Tag des Dialogs im SPZ Rheinhausen

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr waren am 12. November elf Menschen im Sozialpsychiatrischen Zentrum zu Gast, um unter dem Motto „Migrationsgeschichte(n)“ miteinander über ihre sehr unterschiedlichen Erfahrungen zu sprechen. Unter der Leitung von Nuray Özer entspann sich eine rege Diskussion über Vorurteile, Ängste und Barrieren auf dem Weg der Eingliederung – und genauso über Gemeinsamkeiten und Chancen, einander besser zu verstehen. Neben der Beherrschung der deutschen, so war man sich schnell einig, ist für die zugewanderten Menschen auch die der Muttersprache wichtig, um Sprachstrukturen zu verstehen und zu übertragen. Das dafür nötige Engagement erscheint auf beiden Seiten noch immer unzureichend. Die Hilfeangebote von Regenbogen sollen, neben der Sorge um die psychische Gesundheit der Besucher auch dazu beitragen, diese Sprachbarrieren abzubauen und zu einem zugewandten Miteinander in kultureller Vielfalt anregen. Die Gäste der diesjährigen Veranstaltung jedenfalls sind sich in dieser Hinsicht erneut ein Stück näher gekommen.

Laufgruppe geht an den Start – und hofft auf Sachspenden

Mit dem neuen Jahr beginnt wieder die Zeit der guten Vorsätze. Die Idee eine Laufgruppe zu gründen kam den Besuchern der Kontakt- und Beratungsstelle Neckarstraße jedoch bereits im September beim Targobank-Run, bei dem Regenbogen zum zweiten Mal dabei war.

Gesagt, getan. Gemeinsam mit zwei Mitarbeiterinnen begann eine Besucherin des Regenbogen-Treffs mit der Planung und überlegte, wie eine Laufgemeinschaft auf den Weg gebracht werden kann. Der Plan sieht nun vor, dass es im neuen Jahr jeweils eine Jogging-Gruppe für Läufer mit unterschiedlichen Vorerfahrungen sowie eine Walking-Gruppe für Neueinsteiger geben wird.

Jede Menge Motivation ist also vorhanden. Was einigen Läufern fehlt, ist eine Grundausrüstung. Manche haben kein passendes Schuhwerk. Damit sich beim Training niemand überfordert, wären zudem Pulsuhren wichtig. Da nicht alle über das dafür nötige Geld verfügen, hoffen wir nun, dass es Leser der Regenbogen-Presse gibt, die so etwas  besitzen, aber nicht mehr brauchen. Wenn Sie diese zur Verfügung stellen können, melden Sie sich bitte im Regenbogen-Treff unter: 0203/70 81 88.

Zehnjähriges Jubiläum

Seit dem 1. Dezember 2001 ist Angelika Deekeling für Regenbogen im Einsatz. Sie arbeitet im Wohnheim Worringer Reitweg. Herzlichen Glückwunsch!

Voten Sie für Regenbogen!

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