Artikel-Schlagworte: „Ausbildung“
Neue Auszubildende
Gleich drei junge Menschen haben in den vergangenen Wochen ihre Ausbildung bei Regenbogen begonnen. Jessica Rehländer wird in der Verwaltung zur Bürokauffrau ausgebildet. Im Wohnheim Heiligenbaumstraße hat Antonius Pietruszak seine Ausbildung zum Hauswirtschaftshelfer begonnen. Osman Akkus erlernt im CAP-Markt den Beruf des Verkaufshelfers.
Neue Auszubildende
Katja Kreische ist 18 Jahre jung und im Stadtbezirk Walsum aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nun hat sie ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation in der Verwaltung in der Fuldastraße aufgenommen. „Mit Frau Kreische haben wir eine junge, engagierte Frau gefunden, die gut in unser Profil passt und uns mit ihrer Auffassungsfähigkeit in den ersten Tagen bereits überzeugt hat“, freut sich ihr Ausbilder und Kaufmännischer Leiter Wilfried Trotz. „Ich gehe davon aus, dass sie ihre Ausbildung in unserem Haus erfolgreich meistern wird.“
Regenbogen bildet verstärkt aus
Nachdem Stefanie Müller nach drei Jahren ihre Ausbildung zur Hauswirtschafterin im Wohnheim Heiligenbaumstraße erfolgreich abgeschlossen hat, stellt Regenbogen zum neuen Ausbildungsjahr zwei neue Auszubildende ein.
So wird im Wohnheim Heiligenbaumstraße ab diesem Herbst wieder ein junger Mensch zum Hauswirtschafter
ausgebildet. Erstmals gibt es zudem einen zweiten Ausbildungsplatz zum Bürokaufmann oder zur Bürokauffrau in der Verwaltung an der Fuldastraße. Hier erlernt bereits Patrick Woiwode, nun im zweiten Ausbildungsjahr, diesen Beruf.
Doch nicht nur die Regenbogen Duisburg GmbH, sondern auch die Regenbogen Integrationsbetriebe GmbH bildet aus. Im CAP-Markt an der Mozartstraße wird Frank Tschischka seit einigen Monaten zum Einzelhandelskaufmann ausgebildet.
„Die perfekte Vermittlung“
Der Beruf des Zahntechnikers ist vielseitig. „Handwerkliches Geschick gehört dazu und die Fähigkeit kon-zentriert zu arbeiten“, beschreibt Zahntechnikermeister André Pothmann sein Handwerk. Vor zwei Jahren hat sich der 34-jährige in Wanheimerort selbständig gemacht. Seit 2008 bildet er aus. „Dabei hatte ich nicht vor einen Ausbildungsplatz zu schaffen“, erinnert er sich. Alles, was er Tanja M. (Name geä.) zu-nächst anbieten konnte, war ein Praktikumsplatz. Auch darüber freute sich die 29-Jährige sehr. Doch das sagte sie kaum jemandem. Grund da-für ist „(s)elektiver Mutismus“, eine psychische Störung, die sich darin äußert, dass die Betroffenen nur mit wenigen Menschen oder in bestimm-ten Situationen sprechen. Oft bleiben sie einfach stumm.
Die Vermittlerin des Integrations-fachdienstes(IFD), Cornelia Migotto, hatte Tanja M. im Frühjahr kennengelernt. Erst langsam öffnete sich die junge Frau, die von der Agentur für Arbeit das Urteil „nicht ausbildungsfähig“ mitgebracht hatte. Monate später sitzt Tanja M. in André Pothmanns Werkstatt fest im Sattel. „Sie hatte während ihres Praktikums alle Aufgaben schnell und zuverlässig erledigt. Das klappte alles so gut, da hatte ich keine Wahl mehr und muss-te ihr eine Chance geben.“ Und Tanja M. sprach mit André Pothmann. Fast vom ersten Tag an redete sie mit ihm, als sei es auch für sie das Normalste der Welt.
„Ich konnte diese rasante Entwick-lung kaum glauben“, berichtet IFD-Vermittler Frank Schiffbauer, der den Kontakt zu Pothmann herstellte. „Es war die perfekte Vermittlung“, freuen sich Migotto und Schiffbauer. „Auch die Zusammenarbeit mit ARGE und LVR klappte wunderbar.“ Besonderen Dank senden die Vermittler, Chef Pothmann und Tanja M. an Volker Boeckenbrink von der Handwerks-kammer Düsseldorf, der bei der Beratung des Arbeitgebers mitwirkte und die Vermittlung der Fördergelder schnell in die Wege leitete.
IFD übertrifft die Erwartungen
Noch ist das Jahr nicht zu Ende, da steht schon fest, dass 2008 für den Integrationsfachdienst (IFD) überaus erfolgreich sein wird. In beiden Bereichen, Vermittlung und Begleitung, konnten die Sollzahlen deutlich übertroffen werden.
„Der Trend setzt sich nun bereits seit mehreren Monaten fort“, berichtet Bereichsleiter Jochen Schänzer. So sollten laut Vorgabe von Januar bis Oktober 18 Personen mit Schwerbehinderung aus der Arbeitslosigkeit in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelt werden. Bis Ende Oktober konnten die IFD-Mitarbeiter, die für die Städte Duisburg, Mülheim und Oberhausen zuständig sind, nun bereits 26 Personen vermitteln. Das entspricht einer positiven Abweichung von ca. 30 %.
„Auch bei der Begleitung steht der Integrationsfachdienst gut dar“, freut sich Schänzer. So sollten über das Jahr verteilt durchschnittlich 100 Personen in den drei Städten betreut werden. Tatsächlich wurden in den ersten zehn Monaten des Jahres im Durchschnitt 117 Menschen im Berufsleben unterstützt. „Auch in den vergangenen Jahren haben wir unsere Ziele erreicht“, so Schänzer. „Doch in diesem Jahr ist die Zahl der Menschen, denen wir helfen konnten besonders hoch.“
Zudem gelang es den IFD-Mitarbeitern zwei jungen behinderten Menschen einen Ausbildungsplatz zu vermitteln. Eine junge Frau erlernt seit einigen Monaten mit großem Erfolg den Beruf der Zahntechnikerin.
Eine körperbehinderte junge Frau bekam einen Ausbildungsplatz bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann.