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CAP-Markt feiert Geburtstag
Fünf Jahre ist es her, dass die Regenbogen Integrationsbetriebe die Versorgungslücke für Neudorf-Süd schloss und den CAP-Markt eröffnete. Seitdem haben die Bürger des Stadtteils wieder eine Einkaufsmöglichkeit direkt in der Nachbarschaft. Doch die Mitarbeiter, Menschen mit und ohne HandiCAP, geben der typischen Frage „Darf es etwas mehr sein?“ eine weitere Bedeutung. Dazu zählen die überdurchschnittlich hohe Präsenz der Mitarbeiter im Markt, das Mehr an Freundlichkeit und Zuwendung, das die Kunden hier erfahren sowie der Liefer-Service.
Anlässlich des fünften Geburtstages hatte das Markt-Team jetzt die Kunden zu einer Tag mit vielen Angeboten eingeladen. Besonders gefragt war die Verlosung mehrerer Sachpreise an die Tageskunden. Bei der Ziehung der Namen am Nachmittag waren fast 100 Kunden mit dabei.
Infostände am CAP-Markt
Der Supermarkt der Regenbogen Integrationsbetriebe bietet alle Waren, die zum täglichen Bedarf benötigt werden – und einiges darüber hinaus. Ab Mai wird es in unregelmäßigen Abständen immer freitagsvormittags außerdem ein umfassendes Informationsangebot geben. „Wir laden unsere Kunden ein, am Markt zu verweilen, vielleicht mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen und Neues über Alltagshilfen, Freizeit- und Beratungsangebote oder verschiedene Institutionen zu erfahren“, erklärt Geschäftsführerin Wilma Katzinski.
Los geht es am 6. Mai. mit einem Stand der AWOcura-Experten zum Thema Hausnotruf. Am 27. Mai heißt es dann „Der Bauernhof kommt“. Menschen und Tiere vom Ingenhammshof, dem Lernbauernhof der AWO-Integration in Meiderich, erklären unter anderem, wie ein Bauernhof organisiert wird, was Hühner fressen und was der Unterschied zwischen Heu und Stroh ist. Am 10. Juni berichtet dann der Bürgerverein Neudorf über seinen Einsatz für den Stadtteil und die vielen anstehenden Projekte. Alle Infostände finden zwischen 10 und 13 Uhr statt. Vorbei kommen lohnt sich! Neben den nützlichen Infos gibt es auch kleine Überraschungen.
Zufrieden mit dem CAP-Markt
Die frisch wiedergewählte Landtagsabgeordnete Gisela Walsken hatte jüngst nur gute Worte für den CAP-Markt in Neudorf übrig. „Hier gehe ich regelmäßig einkaufen“, berichtete die Politikerin und lobte die ausgezeichnete Kundenfreundlichkeit. „Regelmäßig werde ich gefragt, ob man mir helfen darf, meine Einkäufe zum Auto zu tragen“, so Walsken zufrieden. „Das schaffe ich zwar noch ganz gut selbst, aber solch ein Service ist heute eine Seltenheit.“
Ehrung für Elisabeth Hofmann
Regenbogen-Geschäftsführerin Elisabeth Hofmann wurde vom Bürgerverein Neudorf zur „Bürgerin des Jahres“ gekürt. Damit bedankte sich der Bürgerverein dafür, dass die Regenbogen Integrationsbetriebe GmbH seit 2006 den CAP-Markt in Neudorf betreibt und damit die lange bestehende Versorgungslücke im Stadtteil geschlossen wurde. Seit dieser Zeit ist es wieder möglich, ortsnah das Lebensnotwendige einzukaufen.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas stellte in ihrer Laudatio das herausragende Engagement von Elisabeth Hofmann heraus und bedankte sich bei allen Mitarbeitern des CAP-Marktes.
Andrea Nahles im CAP-Markt
Die Anfrage kam kurzfristig, doch ihr wurde gerne entsprochen. Und so empfingen Vorsitzender Jörg Bickenbach, Geschäftsführung und viele Mitarbeiter am 12. August die Stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD und Sprecherin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles im CAP-Markt in Neudorf. Die Politikerin besucht auf ihrer Wahlkampftour bundesweit herausragende soziale Einrichtungen.Im CAP-Markt erlebte sie, wie Menschen mit Handicap einer ganz normalen Arbeit nachgehen.
„Ich bin zum ersten Mal in einem CAP-Markt und von der Umsetzung sehr beeindruckt“, lobte Nahles das Engagement. Ähnlich äußerten sich auch Bundestagsabgeordneter Johannes Pflug, Bundestagskandidatin Bärbel Bas und Oberbürgermeisterbewerber Jürgen C. Brandt, die sie begleiteten.
Geschäftsführerin Elisabeth Hofmann gab den Politikern mit auf den Weg, dass die Interessen von Menschen mit Behinderung heute zwar stärker gehört werden, die berufliche Teilhabe behinderter Menschen im Arbeitsleben jedoch weiterhin Mängel hat. „Gesetze und Verwaltungspraxis haben Hemmschuhe, die das Ausschöpfen von Potenzialen behindern. Leistungsangebote und -gesetze konkurrieren miteinander. Eine Reform, ausgerichtet an der UN-Behindertenkonvention ist sinnvoll. Die Leistungen sollen wählbar sein für die Betroffenen und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt angesiedelt sein“, so Hofmann
Das Politiker-Trio versprach, dies als Auftrag mitzunehmen. Wir werden sie daran messen!