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Neuauflage VHS-Inforeihe
Auch im kommenden Jahr wird Regenbogen wieder gemeinsam mit der Volkshochschule eine Informationsreihe rund um das Thema Psychische Gesundheit anbieten.
Der unerwartet hohe Zuspruch in diesem Jahr hat gezeigt, dass das Interesse in der Bevölkerung, mehr über psychische Erkrankungen, ihre Auslöser und Hilfeangebote zu erfahren, sehr groß ist. Deshalb wird es im Wintersemester 2012 wieder neue Veranstaltungen mit neuen Inhalten geben. Ein oder vielleicht zwei andere Themen bleiben, da hier das Interesse besonders groß war. Allen Veranstaltungen wird jedoch gemeinsam sein, dass Menschen ohne Vorkenntnisse von Fachleuten mit einfachen Worten erklärt bekommen, was sich hinter den Begriffen und Schlagwörtern versteckt – und wo es vielleicht auch Missverständnisse gibt.
Regenbogen bedankt sich noch einmal herzlich bei den Sponsoren, die die erfolgreiche Inforeihe in diesem Jahr – insgesamt kamen rund 450 Leute zu den vier Veranstaltungen – möglich gemacht haben. Dank der Fasselt-Stiftung und Klöckner & Co konnten alle Vorträge kostenfrei angeboten werden.
Neues Fortbildungsprogramm
Das Fortbildungsprogramm für das restliche Jahr ist fertig und kann auf der Homepage eingesehen werden. Insgesamt gibt es 2011 noch 13 weitere Veranstaltungen zu vielen unterschiedlichen Themen. Alle Mitarbeiter, aber auch Interessierte aus anderen Unternehmen können sich ab sofort anmelden.
Hinzu kommt eine vierteilige öffentliche Veranstaltungsserie, die Regenbogen im September und Oktober gemeinsam mit der Volkshochschule anbieten wird. Infos hierzu folgen bald nähere Informationen.
Neue Fortbildungsreihe
Insgesamt 36 Veranstaltungen umfasst das neue „Fortbildungsprogramm 2008/2009“ der Regenbogen Duisburg GmbH, das Mitte April gestartet ist und sich bis in den Sommer des kommenden Jahres erstreckt.
Das Angebot richtet sich an Mitarbeiter von Regenbogen Duisburg sowie anderer sozialpsychiatrischer Einrichtungen. Die Veranstaltungen vermitteln und aktualisieren sozialpsychiatrisches Basiswissen und praxisrelevante Spezialkenntnisse. Mitarbeiter, die bisher wenig oder keine Erfahrungen im gemeindepsychiatrischen Arbeitsfeld gesammelt haben, erhalten eine fundierte theoretische Grundlage für die alltägliche praktische Arbeit. Erfahrene Mitarbeiter haben die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Kenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen.
Das komplette Programm und weitere Informationen finden Sie auf unseren Internetseiten.
Fortbildung im Wohnverbund
Die Fortbildungsreihe „Sucht und Komorbidität“ im Wohnverbund endete jetzt vorläufig mit dem jährlichen Klausurtag des Teams des Betreuten Wohnens. Im Mittelpunkt des Klausurtags standen dieses Mal die Praxis und der eigene Arbeitsalltag.
Die Auseinandersetzung mit der Betreuung von nicht abstinenzfähigen suchtkranken Menschen im Ambulant Betreuten Wohnen fand als Kooperationsprojekt mit dem Wohnheim Worringer Reitweg statt. Ziel war es, durch Diskussionen von den langjährigen Erfahrungen der Wohnheimmitarbeiter zu profitieren und gleichzeitig im Wohnverbund ein Stück näher aneinander zu rücken. Mit viel Moderationsgeschick und Sachkenntnis leiteten Britta Asch, Jeannine Lübke-Werny und Kolja Ruhl vom Team Worringer Reitweg die Arbeitsgruppen.
In angeregten Diskussionen wurde erörtert, wie sich Hilfen für Personen, die sowohl psychisch krank als auch abhängig sind, darstellen können, wann unsere Interventionen hilfreich sind und wann die Gefahr einer Co-Abhängigkeit besteht.
Dr. Sebastian Kühl, Bereichsleiter Wohnverbund, und Britta Asch, Leiterin Wohnheim Worringer Reitweg
Umgang mit suchtkranken Menschen
Die Arbeit von Regenbogen Duisburg wird häufig gleichgesetzt mit Hilfe für psychisch kranke Menschen. Doch viele der von uns betreuten Personen müssen neben der psychischen Behinderung auch eine Abhängigkeitserkrankung bewältigen. Dabei ist oft nicht mehr zu beurteilen, welche Erkrankung im Vordergrund steht. Denn in vielen Fällen hat sich in der Folge jahrelanger nicht diagnostizierter und unbehandelter psychischer Störungen durch „Spannungsabbau“ mit Alkohol oder anderen Suchtstoffen zusätzlich eine Abhängigkeitserkrankung herausgebildet. In anderen Fällen wurden Psychosen erst durch Drogen ausgelöst.
Das Leistungsangebot des Wohnverbunds bezieht sich daher immer auf psychisch kranke und suchtkranke Menschen. Aber auch auf Menschen mit Komorbidität, also Menschen, die neben einer Grunderkrankung weitere Krankheitsbilder aufweisen.
Für die Betroffenen geht es deshalb darum zu lernen mit der psychischen Behinderung umzugehen und möglichst lange abstinent zu leben. Nicht selten stehen aber nur noch das Abwenden der drohenden Obdachlosigkeit oder gar die reine Sicherung des Überlebens im Vordergrund.
Für die Mitarbeiter des Wohnverbundes sind diese Situationen Alltag. Dennoch bietet der „Blick über den Tellerrand“ stets neue Perspektiven. Alle Teams setzten sich in den vergangenen Wochen im Rahmen einer internen Fortbildungsreihe mit neuen Entwicklungen in der Behandlung und Begleitung von suchtkranken Menschen auseinander. Neue Informationen zu Entstehungsbedingungen, Einblicke in die „Szene“ und eine Übersicht über Suchthilfe-Einrichtungen wurden vorgestellt und diskutiert.
Dr. Sebastian Kühl,
Bereichsleiter Wohnverbund