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AGG in Kraft

Im August 2006 trat nach langer Debatte das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft. Ziel dieses Gesetzes ist es, die Gleichbehandlung aller im Betrieb Tätigen sicherzustellen, unabhängig von ethnischer Herkunft, religiöser Ausrichtung, Geschlecht und sexueller Identität.

Die Umsetzung des Gesetzes erfordert einen bewussten und gewissenhaften Umgang mit Ver­haltensweisen, die einem ver­antwortungsbewussten Unternehmen auch ohne Antidiskriminierungsgesetz nicht fremd sind.

Bereits bei der Einstellung muss darauf geachtet werden, dass durch die Formulierung der Stellenausschreibung niemand ausgeschlossen wird, soweit dies nicht durch die Tätigkeit unumgänglich ist. Das Gesetz betont die hohe Verantwortung bei der Gestaltung der Beziehungen zwischen Mitarbeitern der verschiedenen Hierarchieebenen, aber selbst-verständlich auch zwischen den direkten Kollegen. Zu vermeiden sind Situationen, in denen Mitarbeiter durch Kunden und Nutzer der Einrichtungen benachteiligt oder belästigt werden.

Eine Benachteiligung liegt nach dem AGG unter anderem dann vor, wenn eine Person wegen ihrer Herkunft, Religion, Alter, sexueller Ausrichtung oder einer Behinderung schlechter behandelt wird, als eine andere Person in einer vergleichbaren Situation. Eine Belästigung liegt vor, wenn die aufgeführten Gründe bewirken, dass die Würde der Person verletzt wird und ein erniedrigendes, entwürdigendes oder von Beleidigungen geprägtes Umfeld entsteht. Neu ist die für den Arbeitgeber obligatorische Einführung einer Beschwerdestelle. Diese Instanz soll sicherstellen, dass Benachteiligungen und Belästigungen geprüft und beseitigt werden.

Für Regenbogen Duisburg bedeutet dies: Alle Beschäftigten sensibilisie­ren sich im Sinne des AGG für einen bewussten Umgang miteinander. Ausschreibungen, interne Vereinba­rungen und Verträge werden auf Kompatibilität mit dem AGG geprüft.

Die Geschäftsführung hat die geforderte Beschwerdestelle bei den Qualitätsmanagementbeauftragten (QMB) angesiedelt.

Dr. Sebastian Kühl / QM-Beauftragter

Interne Audits

Derzeit verzichtet der Regenbogen e.V. auf eine externe Zertifizierung des Qualitäts-Management-Systems. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass bei der Qualität unserer Arbeit Kompromisse gemacht werden. Im Gegenteil: In den nächsten Wochen werden mit Frau Remmert, Frau Scheer, Herr Schimanski und Frau Wielers gleich vier neue Auditoren geschult, die dann das Auditorenteam des Regenbogen e.V. ergänzen und die Weiterentwicklung unseres QM-Systems aktiv voran treiben.

Die nächsten internen Audits finden übrigens im Juni und Juli statt. Derzeit vereinbaren die Auditoren die Termine mit den Teams, die dann bald im Intranet (CMS) veröffentlicht werden.

Dr. Sebastian Kühl, Qualitätsmanagementbeauftragter

Revision erfolgreich

Erstmals wurde in diesem Jahr beim Regenbogen e.V. eine Innenrevision durchgeführt. Die Auditoren, die auch die internen Audits durchführen, haben in allen Bereichen die Dokumentation und die Aktenführung unter die Lupe genommen. Geprüft wurden Stammakten, Ordner, Kontrolllisten und Reinigungspläne. Im Gegensatz zu den internen Audits ging es nicht um Prozesse und Verfahren, sondern um die Genauigkeit der Aktenführung. Das erfreuliche Ergebnis: Es gab keine ernsthaften Fehler.

Dr. Sebastian Kühl, Qualitätsmanagementbeauftragter

Erste Schulungen für das neue Dokumentationssystem durchgeführt

Nachdem wir uns in den vergangenen Monaten eingehend mit der Auswahl und der Konfiguration unseres neuen Dokumentationssystems CMS befasst haben, geht es jetzt in die Praxis. Als erste werden die Mitarbeiter der Bereiche Betreutes Wohnen und Tagesstruktur mit dem neuen System arbeiten. Dazu wurden die Mitarbeiter in zwei Schulungsgruppen von Michael Froherz von der Firma Remindware vorbereitet. Jetzt werden noch ein paar Wochen benötigt, um Daten zu aktualisieren und sicher im Umgang mit dem System zu werden. Offizieller Start wird der Januar 2006 sein. Zuvor wird jedoch noch eine Betriebsvereinbarung über den Umgang mit dem neuen System mit dem Betriebsrat abgeschlossen. Von allen Mitarbeitern kann bereits jetzt das Intranet genutzt werden. Die Zugangsdaten sind den Bereichsleitungen und den Beauftragten für das Qualitätsmanagement (QMB) bekannt und können dort abgefragt werden. Das vollständige QM-Handbuch und Informationen zur Internen Fortbildung können online eingesehen werden.

Dr. Sebastian Kühl, Qualitätsmanagementbeauftragter

Das QM stellt für 2006 wichtige Weichen

Seit 1999 arbeiten wir erfolgreich mit unserem Qualitätsmanagement-System (QM). Viele gute Ideen von Mitarbei­tern aller Bereiche sind eingeflossen. Nahezu alle wichti­gen Prozesse und Struk­turen haben wir gründlich analysiert und weiterentwickelt. Auf dieser Basis konnten wir un­ser QM-System in den vergangenen Jahren drei Mal erfolgreich durch die DEKRA auditieren lassen. Unser Zertifikat gilt bis Mai 2006. In der letzten QM-Konferenz haben wir uns nun die Frage gestellt, wie wir unser QM-System über dieses Datum hinaus mit Leben füllen, beziehungsweise ob wir über den Mai 2006 hinaus unser Zertifikat nach der Norm DIN ISO 9001:2000 aufrecht erhalten möchten. Geschäftsführung, Auditoren, Bereichslei­tungen und QM-Beauf­tragte waren sich schnell darüber einig, dass wir unser QM-System – wie bisher stets geschehen – weiterentwickeln werden. Das bedeutet, dass wir auch künftig das QM-Handbuch regelmäßig aktualisieren, interne Audits durchführen, Nutzerbefragungen um­setzen und uns aktiv um Verbesserungsvorschläge bemühen.

Einig waren sich alle Beteiligten auch darin, dass wir nach dem Mai 2006 zunächst keine exter­ne Zertifizierung mehr anstreben. Dies insbesondere aus den folgenden Gründen:

1.    Die Zertifizierungs-Audits sind nicht nur mit einem hohen zeitlichen Aufwand ver­bunden, sondern auch mit entsprechend hohen Kosten. Die Zertifizierungskosten sind in der Vergangenheit gut angelegt gewesen, da die Zertifizierungs-Audits stets mit guten Verbesserungsvorschlägen verbunden waren und so die Weiterentwicke­lung un­seres Unternehmens gut vorangetrieben haben.

2.    Inzwischen haben wir jedoch eigene Instrumente (weiter-)entwickelt. Unsere inter­nen Auditoren erarbeiten in jedem Audit viele Verbesserungsvorschläge, Mit­arbeiter nutzen die Vorschlagsbögen und das neue Dokumentationssystem wird die Do­kumentenlenkung vereinfachen.

Wir sehen uns daher gut vorbereitet, das QM-System auch ohne externe Audits weiter zu entwickeln. Damit die Überwachung unserer Prozesse trotz des Wegfalls der externen Au­dits engmaschig bleibt, werden die Auditoren ab November zusätzlich zu den internen Au­dits interne Revisionen durchführen. Damit ist die stichprobenartige Überprüfung von Ak­ten und anderen wichtigen Unterlagen gemeint. Anders als bei einem Audit, werden dabei lediglich Unterlagen auf Vollständigkeit überprüft. Die nächsten internen Audits sind für Mai 2006 geplant.

Dr. Sebastian Kühl, Qualitätsmanagementbeauftragter

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